Über viele Jahresberichte zog sich die Kontroverse Bündner Kraftwerke – Gemeinde betreffend die Verlängerung der Kanalisation talwärts und die Erstellung einer Davoser Kläranlage hin, ein Problem, das durch die geringe Wasserführung im Landwasser wegen der Nutzung im Prättigau entstanden war. 1938 wurde in einer Gemeindeabstimmung ein entsprechender Vergleich erzielt, geschehen ist allerdings nichts. 1942 wird Ing. Joos der Auftrag erteilt, ein Projekt mit Kostenvoranschlag für eine neue Kanalisation und Kläranlage erteilt, heute ist ein hoffentlich bald realisierbares Projekt in Planung. Im Laufe der Jahre wurden von unserer Seite unzählige Anzeigen gegen Gewässerverschmutzer gemacht, mit wechselndem Erfolg. Güllenlöcher wurden verstopft, Ölquellen abgestellt, Dreckdeponien an und im Wasser ge-rügt etc.. Etliche Latrinen von Baugeschäften direkt auf oder an Bächen mussten entfernt werden oder wurden sogar von einem „Latrinenzerstörungskommando“ mit mehr oder weniger Gewalt weggeräumt. Manchmal haben wir auch knietiefen Dreck aus Wiesenbächen ausgeräumt. 1956 erreichten wir die Erstellung einer Kläranlage für Mühlehof mit Schweine-stall, Sanatorium Valbella und Ärztehaus, von wo das Mühlehofbächli samt Landwasser arg verdreckt wurde. Die augenfälligste Verschmutzung des Landwassers wurde seit Jahren von der Kieswäscherei in Frauenkirch produziert. Bereits einige Meter unterhalb des Einlaufs des ungeklärten Kieswaschwassers war das Landwasser in der ganzen Breite eine braune Brühe, die Färbung war noch in der Albula bis zum Hinterrhein zu verfolgen. Ein jahrelanger Kampf gegen diese Schmutzquelle, welche auch weit talwärts alle Hinterwasser versandete, führte am 24. Juni 1964 zu Abnahme der geforderten Kläranlage für Kieswaschwasser, WC und Garagenabwasser. Als Illustrierung der Erledigung dieses Kapitels diene ein Ausschnitt aus dem Jahresbericht 1965.