Zahlenmässig werden sicher heute mindestens ebenso viele Fische gefangen wie früher; eine intensive Bewirtschaftung und massive Schonmassnahmen machen dies möglich. Natürlich trifft es auf den Einzelnen weniger Fische.
Wie viele Fische aber überhaupt gefangen werden, könnte nur eine allgemeine, vollständig geführte Fangstatistik zeigen.
1937 versuchte der Fischerei-Verein Davos mit einer vereinseigenen Statistik den Fischbestand zu ermitteln. Leider wurde nur ein kleiner Teil der abgegebenen Formulare ausgefüllt und abgegeben. Ein weiterer Versuch einer freiwilligen Statistik unter den Mitgliedern in der Saison 1961 ergab interessante Aufschlüsse. Die aufgeführten Fangzahlen ergaben im Durchschnitt die Richtigkeit unserer Bewirtschaftungsmassnahmen. Wurde doch ziemlich genau die Menge Fische gefangen, welche unsere Gewässer nach wissenschaftlichen Untersuchungen von Dr. Schassmann und davon unabhängig gemachten vorsichtigen Schätzungen von J. Lücker pro Jahr überhaupt produzieren können.
Die 1951 im ganzen Kanton eingeführte Fangstatistik hauchte wegen dem unverständlich grossen Widerstand schon nach einem Jahr ihr Leben aus.
1962 wurden die drei Seitentäler: Flüela, Dischma und Sertig zu kantonalen Versuchsstrecken erklärt. Für diese sollte eine in den Betriebsvorschriften enthaltene Statistik ausgefüllt werden. Die Zahl der abgegebenen Formulare war kläglich. Es ist einfach unverständlich, wie wenig die meisten Fischer für die Fischerei zu tun bereit sind.Wie stände es wohl mit dem Fischbestand und mit der Fischerei im Kanton, wenn nicht Fischerei-Vereine und in diesen Sektionen sich nicht Leute darum kümmern würden?