Davos war von 1923 bis 1930 Vorort unter den Kantonalpräsidenten Chr. Dicht (1923 – 25) und Arnold Lepori (1925 – 30). Kantonale Delegiertenversammlungen wurden fünfmal in Davos abgehalten: 1926, 1931, 1942, 1952 und 1966. Die Davoser haben sich schön früher gegen den Widerhaken ausgesprochen und 1961 wurde diesbezüglich ein Teilerfolg erreicht, als dieser (mit Ausnahme der Fliegenangel) in Fliessgewässern mit Schontagen verboten wurde. Auf die kantonale Delegiertenversammlung 1965 wollten wir das generelle Widerhakenverbot. Bedauerlicherweise liessen die Bündner Fischer die einmalige Gelegenheit, eine grosse Pioniertat zum Schutze der Fische, ungenützt vorübergehen.
Mehrere Argumente der Gegner des Verbotes standen zwar auf recht schwachen Füssen. Wenn uns natürlich ein ehemaliger Weltmeister bewies, dass er nicht ohne Widerhaken fischen könne und dass die meisten Angeln, die er verkaufe, beim Entfernen des Widerhakens brechen würden, war das überzeugend. Vollends widersinnig war der Einwand, die Kontrolle der Angel auf „Widerhakenlosigkeit“ sei schwierig. Einfacher als ein gänzliches Verbot ist wohl nichts zu kontrollieren.
Unser Antrag wurde dann auch mit 87 gegen 23 Stimmen abgelehnt. Gleichzeitig wurde stillschweigend ein Zusatzantrag der Gegner angenommen, mindestens zehn Jahre dürfe kein neuer Vorstoss für ein Widerhakenverbot unternommen werden.
Die bitteren Worte unseres Fischereiaufsehers und Vereinsmitglieds Hitsch Klaas nach der Abstimmung zeigte seine grosse Enttäuschung darüber, dass seine Sorge um eine schonendere Behandlung seiner mit so viel Liebe gezogenen Forellen auf so wenig Verständnis stiess.